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Zahnarzt:

Dr. med. dent. eidg. dipl. Mijatovic Slavo
Battenhusstr. 9
9062 Lustmühle AR (Teufen)

 

 

Grafische Darstellung verschiedener Wurzelkanalinstrumente

        Indikation
  • Erhaltungswürdiger Zahn mit Pulpitis.
  • Erhaltungswürdiger Zahn mit apikaler Parodontitis.
  • Zahn, bei dem der Nerv (Pulpa) offen liegt.
        Kontraindikation
  • Schwere Allgemeinerkrankungen.
  • Nicht erhaltungswürdige Zähne.
  • Schlechte Prognose, z.B. stark gekrümmter Kanal.
  • Desinteresse des Patienten an Zahnerhaltung
 

Durch einen Unfall oder eine weit fortgeschrittene Karies, kann es zu einer bakteriellen Infektion und zu einer Entzündung der Pulpa (Pulpitis) kommen. Die ersten Anzeichen dieser Entzündung sind gelegentliche Schmerzen bei Kälte- bzw. Wärmereizen. Wird in diesem Stadium die Ursache der Erkrankung, z. B. eine tiefgehende Karies, behandelt, kommt es in der Regel zu einer Nerverholung (reversible Pulpitis). Andernfalls können sich innerhalb kurzer Zeit diese Warnzeichen zu massiven Zahnschmerzen entwickeln. Erfolgt nicht spätestens jetzt eine Behandlung, kann sich der Nerv nicht mehr erholen (irreversible Pulpitis). Die Pulpa stirbt ab. Die Entzündung geht auf den Kieferknochen über. Durchbricht die Entzündung auch den Kieferknochen, kann sich die Infektion bis in die Weichteile des Gesichtes oder Halses ausbreiten. Ein Abszess bildet sich und es entsteht die "dicke Backe"! Es ist aber auch möglich, dass die Entzündung und das Absterben der Pulpa völlig beschwerdefrei verläuft.

 

        Zeichen für eine irreversible Pulpitis
  • Schmerz pulssynchron klopfend, evtl. nachts stärker
  • Schmerzlinderung bei Kälte
  • ausstrahlender Schmerz
  • Schmerz ist reizüberdauernd
  • Zahn lokalisierbar
  • Vitalität (Kältetest) vorhanden, evtl. verstärkt
  • Zahn evtl. klopfempfindlich
        Zeichen für eine reversible Pulpitis
  • Schmerz nur kurz dauernd auf heiß, kalt, süß, sauer
  • Vitalität (Kältetest) vorhanden
  • Zahn nicht klopfempfindlich

 

 

Die einzige Möglichkeit, einen erkrankten, aber noch "erhaltungsfähigen"  Zahn zu erhalten, ist die Wurzelkanalbehandlung, auch endodontische Behandlung genannt. Eine schwierige und langwierige Behandlung. Dennoch, prinzipiell ist jeder Zahn als erhaltungsfähig anzusehen, der eine noch weitgehend intakte Struktur aufweist und sich in einem parodontal akzeptablen Zustand befindet. Eine bloße Zerstörung der Zahnkrone stellt keinen ausreichenden Grund für eine Zahnentfernung dar!


Zu viele Zähne werden unnötig gezogen

Eine Forderung, die noch nicht von jeder Zahnarzt­praxis ausreichend berücksichtigt wird. Zwar gingen im Zeitraum von 1970 bis 1994 die Zahnent­fernungen kontinuierlich von 17 Millionen auf 11 Millionen zurück, was sicherlich als ein Zeichen für die Wirksamkeit von Gruppen- und Individualpro­phylaxemaßnahmen, aber auch für bessere zahn­erhaltende Therapien (Füllungen, Wurzel­behandlungen, Parodontalbehandlungen etc.) ge­wertet werden kann. Stellt man diesen Zahlen jedoch die Zahl der abgerechneten Wurzelkanal­behandlungen gegenüber – sie nahm im gleichen Zeitraum von 3 Millionen auf 6 Millionen zu – so muss festgestellt werden, dass auch im Zeitalter von minimalinvasiver Behandlung und dentaler Hightech noch immer deutlich mehr Zähne gezogen als er­halten werden. So zeigt eine Studie aus Nord­deutschland, dass lediglich an einem Drittel aller Zähne mit eindeutigem Wurzelbehandlungsbedarf tatsächlich entsprechende Behandlungen vor­genommen wurden. Ein Großteil der behandlungs­bedürftigen Zähne wurde nicht behandelt, ein nicht unerheblicher Anteil von möglicherweise durch eine Wurzelbehandlung erhaltbarer Zähne wurde ohne entsprechenden Behandlungsversuch entfernt (von Hammerstein-Loxten 2000).

Dabei ist keine Brücke, keine noch so luxuriöseTeilprothese und auch kein Implantat besser als der eigene Zahn. Zumal die Erfolgsquote einer korrekt durchgeführten Wurzelbehandlung bei 90 Prozent und mehr liegt (Sjögren, U. et al. 1990; Farzaneh, M et al. 2004, Weiger, R. 2005). Und auch die Lebensdauer eines erfolgreich wurzel­kanalbehandelten Zahnes liegt im langfristigen Vergleich nur unwesentlich unter jener von vitalen Zähnen.

Zugegeben, gerade in implantologisch orientierten Zahnarztpraxen wird es oftmals anders dargestellt. So begründen viele Zahnärzte ihre Entscheidung für Implantatversorgungen damit, dass es technisch einfacher sei, einen Zahn zu ziehen und danach ein Implantat zu setzen, als sich einer Wurzel­behandlung zu widmen. Laut Professor Staehle, Ärztlicher Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltungs­kunde der Mund-, Zahn- und Kieferklinik Heidelberg, ist „dem Patienten (…) oft nicht bekannt, dass solche Erwägungen eine nicht unwesentliche Rolle bei der Beratung spielen (Dentalzeitung 5/2006). Aber es gibt wohl kaum einen Patienten, der nicht statt eines Implantates lieber seinen eigenen Zahn behalten will. Oder, um es drastischer auszu­drücken: Implantate sind auch das dübelgewordene Bild des Versagens aller Beteiligten in der Zahn­erhaltung.

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